Checkliste

Einsatz von Visualisierungen im Kurs

Zur Medienkompetenz der Kursleitenden gehört auch der Umgang mit den zur Verfügung stehenden (technischen) Ressourcen und die Fähigkeit, Lerninhalte mittels (technischer) Medien und Visualisierungen (z.B. mit Beamer und PowerPoint, Folien und Overhead-Projektor etc.) zu veranschaulichen. Um Visualisierungen kompetent und für die Teilnehmenden gewinnbringend einzusetzen, sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Abbildungen (Grafiken, Fotos, Videos) sind so eingesetzt, dass sie der Veranschaulichung und Konkretisierung des Gesagten dienlich sind.
  • Die Kernaussagen werden durch die Visualisierung betont.
  • Schlüsselbegriffe sind durch Schemata systematisch geordnet.
  • Der Textanteil auf den Folien ist reduziert.
  • Vernetzungen und Zusammenhänge werden durch die Visualisierung veranschaulicht.
  • Die Folien (PowerPoint, Overhead etc.) dienen lediglich der visuellen Unterstützung des Vortrags. Ihre Anzahl darf die Teilnehmenden nicht überfordern. Weniger ist mehr!
  • Der Vortrag funktioniert theoretisch auch ohne den Einsatz technischer Medien und verlässt sich nicht auf die Aussagekraft des Visuellen.

TIPP

Teilnehmende neigen dazu, den Inhalt der Visualisierung (Text, Bild etc.) für „objektiv“ richtig zu halten und nicht als Anlass zur Reflexion und Diskussion in der Gruppe zu nehmen. Problematisieren Sie diese Annahme doch einmal in Ihrem Kurs – vielleicht sogar mit einem falschen Bild oder Begriff – und machen Sie die Irritation zum Diskussions- und Lernanlass.


Quelle

Quelle: Nuissl, E. (2013). Lehren an der VHS. Bielefeld: W. Bertelsmann