Das Online-Fall-Laboratorium – Ein Tool zur Fortbildung anhand realer Praxisbeispiele

Die Arbeit mit Fällen findet in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung aktuell breiten Anklang zur Förderung der Handlungskompetenz von Lehrenden. So bieten Fälle eine Veranschaulichung von alltäglichen Handlungsanforderungen und damit Grundlage für den (kollegialen) Erfahrungsaustausch. Des Weiteren können sie gezielt dazu eingesetzt werden, die Fähigkeit zur Diagnose und Lösung von Problemen zu entwickeln, in dem sie ein realistisches Bild der Komplexität der pädagogischen Praxis vermitteln und eine situative und mehrperspektivische Deutung von didaktisch-methodischen Fragen erlauben. Somit helfen sie dabei, die Lücke zwischen theoretischem Wissen und praktischem Können zu schließen.

In computerunterstützte Lernumgebungen sind neue Formen der medialen Repräsentation sowie zeitlich und örtlich flexibel gestaltbaren Bearbeitung von Fallmaterialien möglich. So eröffnet das hier verlinkte Online-Fall-Laboratorium die Möglichkeit, selbst gesteuerte sowie kooperative Lernprozesse am Fall zu gestalten, die auch Eingang in organisierte Lernangebote der formalen Aus- und Fortbildung von Lehrenden finden können.

Dazu hält es nicht nur rund 150 katalogisierte Fälle aus unterschiedlichen Themenfeldern und Bildungskontexten bereit, sondern bietet ergänzend instruktionale und didaktische Materialien zu Fragen der Planung, Durchführung und Evaluation von Lehr-Lern- sowie Beratungsprozessen. Weiter können Lernräume definiert werden, in denen Fälle in Communities oder moderierten Kursgruppen diskutiert werden. Eine Upload- und Austauschmöglichkeit eigener Materialien rundet das Angebot ab.

In der Entwicklung und umfassenden Erprobung im praktischen Einsatz geht das Tool auf ein mehrphasiges, bmbf-gefördertes Projekt der Universität Tübingen in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Deutschland zurück. Betrieben und verantwortet wird es inzwischen vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung.

Bei Interesse an einer Registrierung sowie bei generellen Fragen zu dem Tool steht Ihnen Sabine Schöb von der Universität Tübingen als Ansprechpartnerin zur Verfügung: E-Mail sabine.schoeb@uni-tuebingen.de; Telefon 07071/2972866.