Nachhaltigkeit in Einrichtungen der Erwachsenenbildung

Das Bild zeigt ein Wordle zum Thema Nachhaltigkeit und Bildung.

Nachhaltigkeit zu lehren ist super! Die vielen Bildungsangebote zum Thema Nachhaltigkeit  drücken den Stellenwert aus, den das Thema mittlerweile in der Gesellschaft hat. Umgekehrt helfen die Angebote aber auch, das Thema noch weiter zu verbreiten und  tiefer im Bewusstsein aller zu verankern. Der reflektierte Umgang mit komplexen Nachhaltigkeitsthemen und die breiten Bildungsangebote mit vielfältiger Expertise schaffen außerdem den Rahmen,  die eigenen Werte zu überdenken und sich dem aktuellen Diskurs zu öffnen.

Aber wie so häufig, reicht es  nicht aus, über Nachhaltigkeit zu reden oder Wissen anzusammeln. Wir müssen unser  Handeln umkrempeln und lernen, wie wir unseren privaten und beruflichen Alltag ändern können, um  unseren Lebensraum nicht weiter zu gefährden. 

So liegt es nahe, danach zu schauen, ob und wie Bildungseinrichtungen Ihrer Vorbildfunktion gerecht werden: Reden sie nur oder handeln sie schon? Lehren sie nur  nachhaltiges Verhalten oder leben sie die Konzepte bereits im eigenen Unternehmen? Welche Möglichkeiten haben sie, mit gutem Beispiel voran zu gehen?  Was kann das einzelne Teammitglied machen?  

 Wenn Sie hier noch einen interessanten Beitrag ergänzen möchten, melden Sie sich bitte unter info@wb-web.de.

Whole Institution Approach

Nachhaltigkeit als ganzheitlicher Auftrag für die Erwachsenenbildung

Das Bild zeigt einen gezeichneten Kolibri auf schwarzem Grund.

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Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist bereits seit vielen Jahren im Fokus von Bildungseinrichtungen. Wie gelingt es der Erwachsenenbildung nicht nur Bildungsansätze und – inhalte aufzugreifen, sondern zur Nachhaltigkeit insgesamt beizutragen? Wie kann ein nachhaltiger Entwicklungsprozess in Bildungseinrichtungen aussehen?

Ein Beitrag von Marion Rolle, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V. (VNB)

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Leben, was wir lehren

Das Bild zeigt eine gezeichnete Glühbirne, die über einen grünen Zweig mit Blättern mit Energie versorgt wird.

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Bildung für Nachhaltige Entwicklung gewinnt – auch in der Erwachsenenbildung – an Bedeutung. Spätestens seitdem die Vereinten Nationen die Agenda 2030 verabschiedet haben, ist klar: Alle müssen einen Beitrag zur Erreichung der 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDG) leisten. Alle, das sind der sogenannte Globalen Norden und der Globale Süden, alle Länder der Welt, Politik und Wirtschaft, alle Menschen – und eben auch Institutionen.

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Nachhaltigkeit 360°

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Das Portal Bildung für nachhaltige Entwicklung hat  für jeden Bereich der Bildung (z.B. Kita, Schule, berufliche Bildung, non-formales Lernen …) eine eigene, kostenlose Broschüre herausgebracht, die die wichtigsten Punkte zusammenfasst,  wie aus dem Lernort ein Lernort  für nachhaltige Entwicklung und zukunftsfähiges Handeln wird.

Die Broschüre für non-formales und informelles Lernen finden Sie hier.

Qualitätsbereich Nachhaltigkeit bei ArtSet

Das Bild zeigt den Testatstempel von conflex für ArtSet.

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Als Modellentwickler und Lizenzgeber unter anderem in der Lernerorientierten Qualitätsentwicklung für Weiterbildungsorganisationen (LQW) hat sich die sozialwissenschaftliche Einrichtung ArtSet Forschung, Bildung, Beratung GmbH  mit ihrem Wirken den Prinzipien der Nachhaltigkeit verschrieben. 

Seit 2015 bietet ArtSet einen eigenen (optionalen) Qualitätsbereich "Nachhaltigkeit" an, indem die ökologische, soziale, ökonomische und politisch-institutionelle Dimension von Nachhaltigkeit beleuchtet wird. 

Eine Arbeitshilfe zum Qualitätsbereich beinhaltet Vorschläge und Anregungen, wie Weiterbildungsorganisationen ihre nachhaltigen Bemühungen konkret ausgestalten können. 

Die Arbeitshilfe kann Weiterbildungsorganisationen auch ohne Testierungsambitionen als Hilfestellung bei der Entwicklung eines eigenen Nachhaltigkeitskonzeptes dienen.

Hier finden Sie die Arbeitshilfe Nachhaltigkeit.

Tools zur Selbstkontrolle

Checkliste für Unternehmen

Das Bild zeigt vier farbige Pikotgramme: Einmal sprechende Personen, einmal zwei Zahnräder, einmal Industriesymbole und einmal Menschen mit Geld und Umweltzeichen.

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Bayern hat ein Angebot entwickelt, das Unternehmen dazu nutzen können, ein eigenes Nachhaltigkeitsmanagement einzuführen oder das bestehende Konzept zu optimieren. Dazu stellt  das Bayrische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz eine Checkliste, einen detaillierten Leitfaden und eine Auflistung mit Good-Practice-Beispielen zur Verfügung. Sie beantworten nur die Fragen, die für Ihr eigenes Unternehmen relevant sind. Daher eignet sich die  Checkliste zur Selbsteinschätzung auch für  Non-Profit-Organisationen und/oder Bildungseinrichtungen. 

Hier geht's zum Werkzeugkasten.

Ein guter Tag hat 100 Punkte

Das Bild zeigt viele bunte Zahlen auf weißem Grund.

Dieses Tool rechnet damit, dass jeder Mensch pauschal 6,8kg CO2 pro Tag verbrauchen darf, ohne dass die Welt aus dem Gleichgewicht gerät. In  verschiedenen Kategorien  (z.B. Konsum, Ernährung, Mobilität …) können Einzelpersonen, aber auch Unternehmen  Ihren beruflichen oder privaten Alltag in Punkte umrechnen lassen. Am Ende sieht jeder, wie viele CO2 Punkte er oder sie am Tag sammelt und, ob dies im Verhältnis  mit der maximalen Tagesdosis steht.  Positiver Nebeneffekt des Tools: Es zeigt welchen CO2 Ausstoß  die einzelnen Tätigkeiten oder Produkte eigentlich im Durchschnitt erzeugen.

Das Tool  eignet sich  für Bildungseinrichtungen, um ihre eigene CO2 Produktion zu ermitteln oder auch für Selbstständige in der Erwachsenen- und Weiterbildung, die reflektieren möchten, was ihr  persönlicher Anteil am CO2 Ausstoß ausmacht.

Hier geht's zum Punkterechner.

Mein ökologischer Rucksack

Das Bild zeigt einen stilisierten Rucksack und daneben den Schriftzug "Mein ökologischer Rucksack".

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Dieser Rechner drückt das Gewicht sämtlicher natürlicher Rohstoffe aus, die ein spezielles Konsumverhalten  verursacht. Mit eingerechnet sind also Produktion,  Nutzung und Entsorgung. Wenn man  beispielsweise eingibt, täglich 50 Kilometer mit dem Auto zu fahren, berücksichtigt das Programm, dass nicht nur das Auto CO2 ausstößt und selbst produziert werden musste, sondern auch, dass die Straße auf der es fährt, Ressourcen gekostet hat.

Obwohl das  Tool für die Nutzung  von Einzelpersonen entwickelt wurde, kann man auch den ökologischen Rucksack der eigenen Einrichtung ermitteln. Dafür müssen die Referenzangaben  "Familienmitglieder" und "Wohnfläche" in "Mitarbeitende" und "Einrichtungsfläche"  umgewandelt werden. Auch, wenn der Ressourcen-Rechner dann nicht ganz präzise Daten liefert, passt die Tendenz und Sie können für Ihre Bildungseinrichtung erstaunliche Erkenntnisse gewinnen. 

Hier geht's zum Ressourcen-Rechner.

Aus der Praxis

Der nachhaltige VNB

Das Bild zeigt einen gezeichneten Wegweiser.

Der Verein niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) war 2018 Initiator des Pilotprojektes "Bildungseinrichtungen nachhaltig aufstellen".  In Kooperation mit anderen Bildungsorganisationen wurde unter anderem auch eine Broschüre als Handreichung für andere Einrichtungen entwickelt, die sich nachhaltig aufstellen möchten. Dieses Modellprojekt war der Startschuss für den VNB, sich entsprechend des Whole Institution Approach nachhaltig weiter zu entwickeln und damit ein Akteur des Wandels zu werden.

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Ressourcenschonender Unterricht

Nachhaltig wirtschaften, nachhaltig leben, nachhaltig einkaufen … man muss sich heutzutage schon Mühe geben, um von seinen Mitmenschen nicht als Umweltsünder abgestempelt zu werden. „Stoppt den Klimawandel“ ruft sich auf einer Demo noch leicht, aber durch das eigene Verhalten seinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, kostet sehr viel mehr persönlichen Einsatz und das in allen Lebensbereichen, auch bei der Arbeit!

 Erfahrungsbericht einer ehemaligen Dozentin

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Nachhaltigkeit als Verbandsaufgabe - Klimaschutz in der KEB Deutschland

Das Bild zeigt eine gezeichnete Fabrik, die von grünen Bäumen umgeben ist.

Die globale Erhitzung ist aus dem europäischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Während dieses Dossier erscheint, herrschen im Mittelmeerraum Temperaturen von bis zu 44°C – im Mai. Deutschland hat die erste Trockenperiode 2020 bereits im März und April erlebt, Waldbrände eingeschlossen.

Dass nachhaltiges Handeln und ein ambitionierter Klimaschutz dringend notwendig sind, dürfte gerade im Bildungssektor weitgehend Konsens sein. Viele Einrichtungen haben längst eigene Maßnahmen und Ziele beschlossen oder sind in der Umweltbildung aktiv. Zugleich ist klar, dass entscheidende Weichenstellungen in der nationalen und internationalen Politik erfolgen. Wirksamer Klimaschutz braucht alle Ebenen.

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Digitalisierung als Alternative?

Ist digital gleich nachhaltig?

Das Bild zeigt den Weltraum mit gezeichneten Planeten, einem Raumschiff und einem Sateliten, die alle durch feine Linien miteinander verbunden sind.

Dieser Blogbeitrag handelt von der Energiebilanz von Online-Angeboten, von Serverleistung, vom CO2 Ausstoß des Internets und, ob man lieber eine Suchanfrage bei Google stellen oder eine Tasse Tee trinken sollte.

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SWR-Beitrag: In diesem Ausmaß verbraucht die Digitalisierung Energie

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Foto Kaffee, Tablet, Handy und Stift

Mit Smartphone, Tablet und Laptop bringen Teilnehmende heute ganz selbstverständlich ihre eigenen digitalen Geräte mit in Kurse und Trainings, Workshops und Vorträge – unabhängig vom Thema. Für Erwachsenenbildung und Weiterbildung bieten sich damit neue Chancen für das Lernen, das abwechslungsreicher, individueller und kreativer gestaltet werden kann. Auch die Lehrenden können von digitalen Medien profitieren, wenn sie um die neuen Möglichkeiten wissen und professionelle Vernetzungsangebote kennen.

Zum Dossier

Folge 1: Nachhaltigkeit  als Thema in der EB & WB

Das Bild zeigt eine Cartoon-Collage mit einer Weltkugel in der Mitte, im Hintergrund eine Großstadtskyline, einer Straße mit Bäumen im Vordergrund, auf der Wasser steht, außerdem auf der rechten Bildseite eine Hand, die einen Pflanzensätzling hält und auf der linken Bildseite eine Hand, die Geldscheine hält.

Nachhaltigkeit ist als Thema in aller Munde und längst auch in Einrichtungen der Erwachsenen- und Weiterbildung angekommen. Zahlreiche Bildungsangebote beschäftigen sich mit  Klimawandel, Tier- und Naturschutz, Alternativen zu Ressourcenverschwendung und fairen Lebensbedingungen für die Menschen weltweit. 

Diese Dossierfolge beleuchtet den Umgang des Themas "Nachhaltigkeit" in Veranstaltungen der Erwachsenen- und Weiterbildung. Wir stellen Ihnen offline und online Lernangebote  vor, beschäftigen uns  in dem Zusammenhang mit dem Aspekt der Gamification, wir tragen Forschungsergebnisse über die Relevanz des Themas  (für die Erwachsenen- und Weiterbildung) zusammen und wir stellen Ihnen erfolgreiche Projekte, alternative Lernorte und Tool-Tipps vor.

Zu Folge 1