Susanne Witt News

Fair streiten

Die Grafik zeigt das Logo des Projekts Controverse.

Logo nicht unter freier Lizenz

Gekonnt debattieren, steht im Fokus der Toolbox CONTROVERSE Erfahrungsbox „fair streiten“. Die in dem gleichnamigen EU-Projekt entwickelten Materialien dienen der Vermittlung von Kompetenzen zum Debattieren und „fair streiten“ in Settings der Erwachsenenbildung. Herausgeber ist das bbb Büro für berufliche Bildungsplanung, Klein & Zisenis GbR.

 Festgefahrene Meinungen, zementierte Positionierungen zu politischen, gesellschaftlichen oder persönlichen Ereignissen können die Lehr-Lern-Situation und die Gruppendynamik im Kurs massiv stören. Eine Rückkehr zum Lerninhalt scheint unmöglich, so die Beobachtung Lehrender in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Offensichtlich hat die Gesellschaft Diskutieren, Debattieren oder Streiten verlernt. Oder fehlen seitens der Teilnehmenden die Bereitschaft und Kompetenz, sich in eine Interaktion mit Raum für unterschiedliche Meinungen, Perspektiven und Überzeugungen zu begeben?

Das hierzu entwickelte Konzept politischer Grundbildung zum Austragen von Kontroversen bietet praxistaugliche Ansätze mit Handlungsmustern des Debattierens und fairen Streitens. So soll es in der Erwachsenenbildungspraxis ermöglicht werden, Erfahrungen des verbalen oder nichtverbalen Austauschs mit anderen als den eigenen Meinungen und Positionen zu gewinnen. Ziel ist es, eine Veränderung des Bewusstseins der Teilnehmenden hin zu mehr Akzeptanz des Anders-Seins, dem Aushalten und ggf. Stehenlassen anderer Meinungen bzw. eine Art Konsens oder konstruktiver Übereinkunft zu erzielen und so einen Beitrag zu einer funktionierenden Gesellschaft zu leisten.

 Die Controverse Erfahrungsbox „fair streiten“ besteht aus einem Textbuch und einer Toolbox, beides unter der CC BY-SA 4.0 Lizenz veröffentlicht.

 Das Projekt Controverse läuft noch bis Ende August 2023. 


Das könnte Sie auch interessieren.

Politische Erwachsenenbildung

Das Bild zeigt eine Innenansicht der Reichstagskuppel in Berlin.

Politische Erwachsenenbildung ist keine Überzeugungsarbeit  von Lehrenden.  Sie verfolgt  das Ziel,  das Verständnis von Demokratie und Menschenrechten zu fördern.  So betont  Andreas Voßkuhle, "dass es in der politischen Bildung nicht um die Pflege von Gesinnungen, sondern um die Entwicklung von politischer Urteilskraft geht: Entscheidend ist das Einüben der Unterscheidung von Fakten und Wertungen."  (Quelle)

Im Dossier Politische Erwachsenenbildung stellt wb-web in einzelnen Folgen verschiedene Aspekte der Politischen Erwachsenenbildung vor.

Mehr