Neue Forschungsergebnisse zum Lehren und Lernen, aktuelle politische Diskussionen zu Bildungsthemen oder interessante Neuheiten für die praktische Arbeit rund um Ihre Veranstaltung: Hier finden Sie Wissenswertes aus allen Bereichen der Weiterbildungslandschaft. Wir halten Sie in drei Rubriken auf dem Laufenden: News – Blog – Forschung quergelesen.
Vier Verbände der Weiterbildungs- und Coachingbranche (BDVT e.V., DVCT e.V., GSA und FWW e.V.) fordern in einer gemeinsamen Petition eine Reform des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG). Das Gesetz stammt aus dem Jahr 1977 und entspricht laut Petition nicht mehr den heutigen digitalen Arbeitsweisen. Die Folge sind widersprüchliche Gerichtsurteile. Auch der Nationale Normenkontrollrat (NKR) empfiehlt die Abschaffung des FernUSG.
Der Berufsverband für Training, Beratung und Coaching hat mit der Vereinigung der Business-Trainer in Österreich (VBT) Trainier*innen, Berater*innen und Coaches sowie Auftraggebenden in Wirtschaft, Verwaltung und Bildung Empfehlungen zur Gestaltung der Honorare ausgesprochen. „Ziel ist ein transparenter, fairer und qualitätsorientierter Umgang mit Honoraren in der Weiterbildungs- und Beratungsbranche“, sagt Jennifer Frank-Schagerl, Präsidentin des BDVT.
Die Creative Commons-Lizenzen sind aus den Open Educational Resources (OER) nicht mehr wegzudenken. Als etablierte Standardlizenzen schaffen sie Klarheit über die Nutzungsrechte von Bildungsmaterialien. Doch es gab immer die Frage und den Wunsch, Erweiterungsmöglichkeiten zu schaffen, wie z. B. darf man ein CC BY-NC-lizenziertes Werk im kommerziellen Kursgeschehen verwenden. Individuelle Erweiterungen der bekannten CC-Lizenzen geben Lizenzgebern mehr Spielraum. Dabei gilt es, die folgenden Regeln zu beachten.
Der preisgekrönte TrainSpot entwickelt sich zu einem zentralen virtuellen Anlaufpunkt für Train-the-Trainer. Mit Ende der Projektlaufzeit am 31.12.2025 liegt ein Prototyp des Webservice vor. Die nächste Etappe: die Beta-Phase, für die sich Interessierte bis zum 20.01.2026 melden können.
In der aktuellen Ausgabe der „Hessischen Blätter für Volksbildung“ (4/2025) besprechen die Autor*innen die in der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung erbrachten Ergebnisse und den Fortschritt. Darauf aufbauend werfen sie den Blick in die Zukunft: Wie geht es nach dem Auslaufen der AlphaDekade mit der Grundbildung in Deutschland weiter?
Die Meta‑Analyse von Sailer und Homner (2020) untersucht, wie sich spielerische Elemente auch auf Lernprozesse in der Erwachsenen‑ und Weiterbildung auswirken. Sie analysiert insgesamt 44 Studien mit etwa 4500 Teilnehmenden. Kleine, aber signifikante Effektgrößen zeigen, dass Gamifizierung Lernziele stärkt – besonders, wenn Narrative und kooperativer Wettbewerb eingesetzt werden.
Am 18. Dezember 2025 findet von 10.00 - 11.00 Uhr ein Webinar statt, das sich mit der Frage "Die Erwachsenenbildung digitalisiert sich – hält unser Qualitätsanspruch Schritt?" beschäftigt. Der European Digital Education Hub hat drei Expert*innen für die Veranstaltungen eingeladen, die über digitale Tools zum Nachweis von Qualität durch Bildungsanbietende und die Auswahl vertrauenswürdiger Lernangebote für Lernende berichten.
Mit „Impulsen für die Grundbildungspraxis“ lädt die aktuelle Ausgabe des ALFA-Forums dazu ein, sich mit dem Thema „Lernen“ auseinanderzusetzen. Wie gelingen Lernprozesse bei gering literalisierten Erwachsenen? Die Beiträge bieten Lehrenden Anregungen für die Kursgestaltung sowie Beratung und animieren dazu, Lernen als biografisch geprägt und gestaltbar in der Bildungsarbeit zu verstehen. Herausgeber der Zeitschrift ist der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. Sie ist als Printexemplar und Online-Ausgabe erhältlich.
Wie verändern digitale Medien und Künstliche Intelligenz (KI) die Lehre in der Erwachsenenbildung – und welche Kompetenzen benötigen Lehrende? Um diese Fragen zu klären, sucht das Projekt MeKoL im Rahmen einer Befragung Antworten von und für Lehrkräfte im Bereich der Weiterbildung.
Die Bertelsmann Stiftung veröffentlichte heute eine Studie, die der Frage nachgeht, was Beschäftigte von Weiterbildung abhält. Sie beleuchtet Hürden auf dem Weg zu einer Weiterbildungsrepublik und zeigt, wie diese abgebaut werden können. Die repräsentative Studie zeigt, dass sich nur etwa die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland dem Wandel in der Wirtschaft stellt und in den kommenden zwölf Monaten eine berufliche Weiterbildung plant. Der Autor stellt fest: "In der beruflichen Weiterbildung ist es nicht mehr fünf vor zwölf, sondern Schlag zwölf."