Handlungsanleitung

Methoden für intergenerationelles Lernen: mehr Partizipation mit der Kriteriensammlung 

Partizipation kann durch verschiedene methodische Übungen während des Lernprozesses ermöglicht werden. Mit der Methode Kriteriensammlung wird die gemeinsame Entwicklung von Kriterien, Aspekten oder Fragestellungen für ein Thema angeregt. 

Anleitung

Je nach Ziel der jeweiligen Arbeitseinheit werden Kriterien für ein bestimmtes Thema, relevante Aspekte oder auch damit verbundene Fragestellungen gesammelt, vernetzt und strukturiert. Dies kann jeweils in Einzel-, Untergruppen- oder Großgruppenarbeit erfolgen, indem:

  • die Teilnehmenden angeregt werden, in Einzel- oder Gruppenarbeit eine Mind-Map zum Thema zu erstellen. Bei der Mind-Map werden die zentralen Aspekte eines Themas grafisch miteinander verbunden, so dass die Verbindungslinien zwischen Unteraspekten klar zum Vorschein kommen.
  • eine Kartenabfrage erfolgt, in der die Teilnehmenden im Plenum ihre Aspekte auf Karten aufschreiben und an eine Metaplanwand pinnen. In einem zweiten Arbeitsschritt sortieren Teilnehmende und Moderation die Ergebnisse und diskutieren die sichtbar werdende Struktur.
  • ein Brainstorming angeregt wird, bei dem Teilnehmende im Plenum die Assoziationen, die ihnen spontan in den Kopf kommen, äußern. Diese können durch die Moderation an einem Flipchart gesammelt werden und im Anschluss an die Brainstorming-Phase zum Ausgangspunkt der Diskussion im Plenum genommen werden.  

Bei all diesen methodischen Möglichkeiten sollte jeweils eine klare thematisch ausgerichtete Leitfrage im Mittelpunkt stehen, wie:

  • „Was macht den thematischen Aspekt … aus?“
  • „Welche weiteren Aspekte sind damit verbunden?“

Es bietet sich zudem an, bei solchen Übungen eine zweite „Reflexionsbrille“ aufzusetzen. So könnte eine weitere Fragestellung lauten:

  • „Können die gesammelten Aspekte in einen Zusammenhang mit verschiedenen Generationenperspektiven gebracht werden?“ 

Je nach Ziel und Gruppengröße sollte man für eine solche Übung zwischen 30 und 60 Minuten Zeit einplanen.



Quellen

Franz, J. (2014). Intergenerationelle Bildung. Lernsituationen gestalten und Angebote entwickeln. Bielefeld: W. Bertelsmann.


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