Susanne Witt News

Nur ein Drittel der Generation „Silver Surfer“ fühlt sich im Internet sicher

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Die Studie „Digital souverän? Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“ erfasste die digitalen Kompetenzen der Bürger*innen in Deutschland. Ihr Ergebnis zeigt den Bedarf an Unterstützungsangeboten, insbesondere für die älteren Generationen. Die Studie wurde im Auftrag der Bertelsmann Stiftung vom Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH erstellt.

Souveränität im Umgang mit unterschiedlichen digitalen Services und Anwendungen bedeutet mehr als nur das Wissen, wie man eine App herunterlädt und installiert. Wo Standardprogramme noch sicher beherrscht und angewendet werden, können Aktualisierungen und Neuentwicklungen zu Unsicherheiten führen. Die Studie ging der Frage nach, wie sicher sich die Anwender in Deutschland fühlen. Fast zwei Drittel der Befragten fühlen sich eher sicher bis sehr sicher im Umgang mit dem Internet. Nach Altersgruppen differenziert, zeigen sich deutliche Unterschiede:

Eher sicher bis sehr sicher fühlen sich

  • 79 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, 
  • 41 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und
  • 36 Prozent der über 70-Jährigen.

Dabei ermöglicht eine hohe digitale Kompetenz ein möglichst selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause, zum Beispiel durch Online-Einkäufe und Teilhabe mittels digitaler Medien. Neben der Versorgung mit Informationen steigt besonders stark das digitale Angebot der kommunalen Verwaltung als digitales Rathaus.

„Auch die ältere Generation benötigt digitale Kompetenzen, um sich im Alltag selbständig zurecht zu finden und möglichst lange autonom in der vertrauten Umgebung zu bleiben“, sagt Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. „Dazu müssen gerade Älteren niedrigschwellige Angebote vermittelt werden, um digitale Kompetenzen zu erwerben. Hier sind auch die Kommunen gefordert, entsprechende Assistenzinfrastrukturen aufzubauen und zu unterstützen.“

Beispiele für niederschwellige Angebote, wie beispielsweise des Vereins „Wege aus der Einsamkeit e.V.“  oder das „SeniorenNetz des Netzwerks Märkisches Viertel“ bieten auch analog Möglichkeiten zum Austausch.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Quelle: BertelsmannStiftung, Pressemitteilung 24.07.2019


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