Mario Wiedemann News

Ende des Aufwärtstrends in der Weiterbildung

Der Schatten dreier auf Bürostühlen sitzender Menschen ist zu sehen. Hinter ihnen eine lebensgroße Kurve die einen Verlauf - vielleicht von Geschäftszahlen - zeigt

Bild: Gerd Altmann/pixabay.com, CC0

Im Jahr 2015 hat sich in der Weiterbildungsbranche der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahre nicht fortgesetzt. Nur überwiegend betrieblich finanzierte Anbieter konnten sich von dem insgesamt leicht rückläufigen Gesamttrend abheben. Das haben die Auswertungen des wbmonitor 2015 ergeben, für den Weiterbildungsanbieter um eine Bewertung ihrer aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation gebeten wurden.

Themenschwerpunkt der Umfrage 2015 war die öffentliche Förderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Staat. Bund und Länder fördern mit unterschiedlichen Instrumenten die individuelle Teilnahme v.a. an beruflicher Weiterbildung, beispielsweise durch Bildungsgutscheine, die Bildungsprämie oder den Bildungsscheck NRW. 2014 wurden vier von zehn Weiterbildungsteilnehmenden öffentlich gefördert. Etwas mehr als die Hälfte davon sind Menschen, deren Teilnahme durch die Bundesagentur für Arbeit unterstützt wurde, z.B. Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte mit Bildungsgutscheinen. 

Darüber hinaus informiert der wbmonitor mit umfangreichen Strukturdaten z.B. über das Personal in der Weiterbildung, Einnahmequellen, Themenschwerpunkte, Veranstaltungsformate und das Leistungsspektrum der Weiterbildungsanbieter. Wir haben einige der Ergebnisse visualisiert.

Weitere Ergebnisse der wbmonitor Umfrage 2015 finden Sie hier. Die Studie steht Open Access zur Verfügung. 

Zum wbmonitor: Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das DIE erheben seit 2007 jährlich Daten zu aktuellen Entwicklungen der Weiterbildungsbranche, ihrer Organisation und ihres Angebots. Damit leistet diese bundesweite Trendstudie einen wichtigen Beitrag zur Anbieterforschung in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Ansprechpartner/innen im DIE: Ingrid Ambos, ambos@die-bonn.de, Andreas Martin, martin@die-bonn.de

Diese News basiert auf einer Pressemitteilung des DIE vom 7.4.2016. 


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