Seit 2012 entwickle ich digitale Lösungen für Verbände, Einrichtungen und Unternehmen — zunächst mit der Media Perfect S.L. in Spanien, seit 2018 mit der Web Perfect OÜ in Estland. Der rote Faden über all die Jahre: Systeme, die eine Organisation unter ihrer eigenen Marke betreibt, statt sie selbst bauen zu müssen. Verbandslösungen, Automatisierung interner Abläufe, Plattformen im White-Label.
Vor etwa drei Jahren kam die Frage dazu, was das für Weiterbildung bedeutet. Nicht als Idee, sondern als längere Vorarbeit: Gespräche mit Bildungsträgern, Verbänden und Personalverantwortlichen, viel Lesen in der Lernforschung und die Erkenntnis, dass individuelle Begleitung didaktisch unstrittig und praktisch kaum bezahlbar ist.
Daraus ist das Prompt Engineer Center entstanden — eine adaptive Lernbegleitung, die an den bisherigen Beruf der Teilnehmenden anknüpft und bei der über jeden Abschluss ein Mensch entscheidet. Verfügbar in der eigenen Academy und als Plattform unter der Marke von Bildungsträgern und Einrichtungen. Der Markteintritt läuft gerade.
Auf wb-web schreibe ich darüber, was KI für Lehrende und Lernende in der Erwachsenenbildung konkret verändert — mit Quellen, die sich prüfen lassen, und ohne die Übertreibungen, die derzeit im Markt kursieren.
Ich unterrichte nicht selbst — ich verantworte die Curricula. Fünf Ausbildungsbereiche von der Automatisierung über Datenanalyse bis zum verantwortungsvollen KI-Einsatz, jeweils in drei Stufen. Dabei geht es weniger um Werkzeugbedienung als um Urteilsfähigkeit: einschätzen können, wann ein KI-Vorschlag trägt und wann nicht. Unterrichtet und geprüft wird von den Lehrkräften unserer Academy.
Berufserfahrene, die mit KI arbeiten sollen und nicht wissen, wo sie anfangen — aus Verwaltung, Fachabteilungen, Projektsteuerung, Controlling. Oft Menschen, die seit Jahren gut in ihrem Fach sind und befürchten, das zähle nun nichts mehr. Dazu Bildungsträger, Verbände und Einrichtungen, die ein eigenes KI-Angebot aufbauen wollen, ohne die Technik selbst zu entwickeln. Was beide verbindet: Sie brauchen kein weiteres Tool-Tutorial, sondern Einordnung — was ein KI-Vorschlag wert ist und wann man ihm nicht folgen sollte.
Adaptiv. Die Lernbegleitung knüpft am bisherigen Beruf an, erklärt an Aufgaben aus dem jeweiligen Fachgebiet und berücksichtigt, was jemand schon mitbringt — statt alle bei null anfangen zu lassen. Tempo, Beispiele und Erklärtiefe richten sich nach der Person. Der Prüfungsmaßstab bleibt innerhalb eines Kurses für alle gleich. Ohne Kalender. Es gibt keine festen Gruppen und keine Abgabetermine; die nächste Stufe öffnet sich mit der bestandenen Prüfung. Wer wenig Zeit hat, arbeitet in kleinen Abschnitten, wer schnell vorankommt, wird nicht ausgebremst. Niedrigschwellig im Einstieg. Die Begleitung führt durch die Lernumgebung, statt vorauszusetzen, dass man sich darin zurechtfindet. Das ist bei Berufserfahrenen ohne digitale Routine der Punkt, an dem sonst viele aufhören. Und mit menschlicher Entscheidung am Ende. Projektarbeit, Freischaltung der nächsten Stufe, Abschlussgespräch und Zertifikat verantwortet eine Lehrkraft. Kein Abschluss entsteht automatisch.
Online und ortsunabhängig. Die Ausbildungen laufen ohne feste Gruppen und ohne Präsenztermine; nur das Abschlussgespräch hat einen festen Termin, geführt von den Lehrkräften unserer Academy. Ich selbst arbeite ebenfalls ortsunabhängig.