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Caritas Bildungszentrum setzt auf Stabilität der Kursleitendengruppe

Videoinhalt in Kürze


Das CarBiz und dessen Besonderheit
Im Caritas Bildungszentrum werden zur Zeit 13 Semesterkurse für Deutsch für etwa 130 AsylwerberInnen abgehalten. Die Einrichtung gibt es seit zehn Jahren. Genauso lange sind auch einige der Freiwilligen im Team. Gudrun Schlosser erkennt genau in diesem langfristigen Engagement eine Besonderheit und maßgebliche Qualität. Um sie zu erreichen, werden intensive Erstgespräche geführt, in denen vorab die Qualifizierung und gegenseitige Erwartungen abgecheckt werden. Um laufend an der Qualität zu arbeiten, gibt es den regelmäßigen und gut besuchten Arbeitskreis der Freiwilligengruppe, jeweils zum Ende des Semesters.

Nächster Entwicklungsschritt


Auch die kontinuierliche Teilnahme der Geflüchteten an den Kursen ist ein Anliegen, da das unangekündigte Fernbleiben zu Frustration der Freiwilligen führt. Es gibt meist verständliche, gut nachvollziehbare Gründe, warum ein Kurs nicht mehr besucht wird. Aus diesem Grund arbeitet Gudrun Schlosser aktuell an einem verbesserten Kommunikationsrückfluss. Sie kann bei diesem Entwicklungsvorhaben auf ihr Team und das gesammelte Erfahrungswissen der Caritas Wien zurückgreifen, ist aber auch an einer Vernetzung mit anderen Ehrenamtlichenorganisationen interessiert und offen für gute Ideen.

CarBiz im größeren Kontext

 
Das Caritas Bildungszentrum (CarBiz) ist eine Einrichtung der Caritas der Erzdiözese Wien und stellt seit vielen Jahren Bildungs- und Beratungsangebote für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in Wien und Niederösterreich bereit. Neben zahlreichen Beratungsangeboten für Asylberechtigte und AsylwerberInnen führt das CarBiz laufend Deutschkurse für diese beiden Personengruppen durch. Zusätzlich werden auch die Jüngsten der Gesellschaft bspw. in den Lerncafés unterstützt.  

Zahlen und Fakten zur Caritas in Wien und zu Asyl in Österreich

Im Bereich der Deutschkurse für Asylwerberinnen und Asylwerber arbeitet das CarBiz aktuell mit 18 Freiwilligen und zusätzlichen Springerinnen und Springern. In den Lerncafés des Caritas Bildungszentrums sind weitere 173 Ehrenamtliche damit befasst, Unterstützungs- und Lernangebote für Kinder und Jugendliche zu gestalten.

Insgesamt sind etwa 5300 Hauptberufliche und 4000 Freiwillige regelmäßig in den Einrichtungen der Caritas der Erzdiözese Wien aktiv. Davon engagieren sich etwa 1100 Freiwillige für Migrantinnen und Migranten und Flüchtlinge.

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 42.073 Asylanträge in Österreich gestellt, davon 4.551 von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. 21.628 Personen erhielten einen positiven Asylbescheid, sowie 3.451 subsidiären Schutz. (Quelle: BMI Asylwesen)

 Die Caritas Wien betreute davon im Jahr 2016 rund 18.200 AsylwerberInnen im Bereich Asyl und Integration (inkl. Grundversorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen). Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu betätigen, ist unvermindert hoch und stieg im Jahr 2015 temporär um ein Vielfaches:

  • Nothilfe: 6.400 Freiwillige im Jahr 2015
  • PfarrCaritas: 7.800 Ehrenamtliche im Jahr 2015

Der Caritas ist selbst daran gelegen, rund ums Thema Asyl sachlich zu informieren, z.B. mit einem umfassenden „Faktencheck“.

Zentrale Organisation

Die Caritas verfügt über eine eigene Servicestelle für Ehrenamtliche, die von dort den jeweiligen Einrichtungen zugeteilt werden. Je nach Interesse und Betätigungsfeld finden Menschen in jedem Lebensalter Möglichkeiten, sich für Menschen in Not zu engagieren. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen können fundierte Startworkshops, ein breites Weiterbildungsangebot und Vernetzungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen. Unterschiedlichste Zielgruppen werden angesprochen von „Du bist jung und möchtest die Welt retten?“ bis zu Unternehmern, die Ideen für Corporate Social Responsibility Projekte suchen.

Weitere Informationen zum Thema

Caritas Wien: Ehrenamt

young Caritas  

Caritas Wien: Infos für Unternehmen

 CarBiz‘ Rolle im Projekt „Sprachbegleitung einfach machen!“


Das Caritas Bildungszentrum ist inhaltlicher Kooperationspartner des Projekts „Sprachbegleitung einfach machen!“. Das bedeutet: in einem Video-Interview über die eigenen Stärken und auch Entwicklungsvorhaben zu reflektieren; während der Projektlaufzeit für sogenannte „Reality Checks“ zu gezielten Fragen zur Verfügung zu stehen (siehe Reality Check „Einstieg ins Ehrenamt“; sich an den Redaktionssitzungen zur Themenlandkarte zu beteiligen und eventuell darüber hinaus (Virtuelle Messe, Webinar) inhaltlich beizutragen.


CC BY SA 3.0 DE by Lotte Krisper-Ullyett für wb-web.de